Kleinflussfahrt auf dem Vichtbach am 21. Februar 2016

Veröffentlicht in Wildwasser; Veröffentlicht 21.02.2016

Wochenende und fast alle Pegel grün! Da freut sich das Paddlerherz. Heute Morgen haben wir (Herbert, Reinhard und Niklas) noch einmal schnell die Pegel gecheckt und uns kurz vor acht am Bootshaus getroffen. Nur selten mit guten Wasserständen gesegnet hat es dann der Vichtbach, den wir alle noch nicht gepaddelt waren, nach ganz üben in die Top-10 geschafft. Die Anfahrt nach Stolberg verlief problemlos, nur die erste geplante Ausstiegsstelle erwies sich als ungeeignet, da von hohen Zäunen umgeben. Ein paar Meter weiter sah es dann besser aus – Kehrwasser in der Nähe eines Fußwegs mit kostenlosem Parkplatz (Zweifaller Straße 170). Kurz umgezogen und dann ging es weiter über Rott zur Dreilägerbachtalsperre. Auf dem Weg zum Vichtbach wurden wir von einem Fußgänger (selbst Paddler) angesprochen, der uns vor einem Baumhindernis 500 m flussab warnte. Wir bedankten uns und stießen kurz danach vom Ufer ab. Vor der ersten schlecht einsehbaren Kurve scouteten wir erst einmal. Der querliegende Baum befand sich aber noch ein Stück flussabwärts. Wir paddelten noch etwas weiter und kamen trotz der schnellen Strömung rechtzeitig aus dem Boot, um das Hindernis zu umtragen. Für die Wahrnehmung der Schönheit der Natur, fehlte uns nun ein wenig die Muße, immer in der Sorge, dass hinter der nächsten Kurve ein tückisches Hindernis lauert. So hangelten wir uns von Kehrwasser zu Kehrwasser und hatten zunehmend Spaß an dem sprudelnden Nass. Manch querliegenden Baum konnten wir unterfahren, andere Bäume lagen tief im Wasser, so dass es über sie hinweg ging. Eine leichte Unaufmerksamkeit an einem überspülten Baum führte dann aber doch zu einem „Schwimmer“ und der wenige Meter unterhalb im Kehrwasser wartende Kamerad wurde vom Schwimmer fast noch mit versenkt. Nicht so sehr dramatisch, da sich die Beiden auf das Ufer retten konnten. Nur ein Boot war jetzt herrenlos auf dem Vichtbach unterwegs. Zügig schwamm es den Bach hinunter und die Bergung gestaltete sich auf dem schnell fließenden Fluss mit nur kleinen Kehrwässern schwierig. Irgendwann gelang es dann aber doch, das Boot in ein größeres Kehrwasser zu schieben und aufs Trockene zu wuchten. Derweil verfolgte der zum Jogger mutierte Schwimmer die Rettungsaktion und sah sein Boot zwischenzeitlich in Gedanken schon in der Nordsee schwimmen. Von unserem Standort konnten wir schon die drei nächsten Baumleichen im Fluss sehen und waren uns schnell einig, dass wir für diesen Tag „bedient“ waren. Ohne die vielen Bäume wäre es bei diesem Wasserstand ein super Fluss, offensichtlich war es aber nicht unser Tag und wir wollten das Schicksal nicht noch einmal herausfordern. Ende der Tour und auf nach Hause …