Vereinsfahrt auf der Niers von der Viller Mühle bis in die Maas nach Cuijk am 17. August 2014

Veröffentlicht 19.08.2014

Das Paddeln auf dem letzten Stück der Niers auf niederländischem Boden war in der Vergangenheit mit einigen bürokratischen Hürden verbunden, war hierfür doch eine Genehmigung der "Waterschap Peel en Maasvallei" als zuständigen niederländischen Behörde erforderlich. Manches im Leben wendet sich im Laufe der Zeit zum Besseren. Seit Anfang 2014 ist diese Genehmigungspflicht im Rahmen einer Verwaltungsvereinfachung entfallen. Die letzte Fahrt auf diesem Abschnitt der Niers lag schon einige Jahre zurück, als wir uns auf den Weg zu dieser Tour machten. Die Aussatzstelle an der Fähre in Cuijk hatten wir noch gut in Erinnerung. Sie ist einfach zu finden und bietet Abstellmöglichkeiten für das oder die Autos am Ziel. Der Weg zur Einsatzstelle gestaltete sich etwas schwieriger, weil die Erinnerung schon etwas verblasst war und wir damals auch an zwei verschiedenen Stellen eingesetzt hatten. Die zweite, etwas leichter zu nutzende Einsatzstelle fanden wir dann doch relativ schnell am Ortsausgang von Ven-Zelderheide. Sie war jetzt aber durch Bauzäune so von einem Verleiher gesichert, dass wir hier ausgesperrt wurden. Wir fuhren nach kurzer Beratung weiter über die deutsche Grenze bis in die Nähe der Viller Mühle, wo wir eine (bei dem guten Wasserstand) akzeptable Einsatzstelle fanden. Zudem bestand hier die Möglichkeit, unsere Fahrzeuge abzustellen. Wir luden die Boote ab und starteten unsere Tour gut zwei Kilometer oberhalb ursprünglich vorgesehenen Einsatzstelle. Als Wiesenfluss schlängelt sich die Niers ab Viller Mühle auf 14 km durch dünn besiedeltes Gebiet und bietet vielen Wasservögeln den nötigen Rückzugsraum. Neben Grau-, Kanada- und Nilgänsen sahen wir auch Austernfischer, Graureiher, diverse Greifvögel, Schwäne mit ihren Jungen und sehr zu unserer Freude auch ein Paar Weißstörche. Die Niers hat hier kein tiefes Bett, so dass wir bei dem guten Wasserstand eine weite sicht über die Weiden uns Wiesen hatten. Nach gut der Hälfte der Strecken fanden wir eine geeignete Pausenstelle mit einem "Thron" für unseren Paddelältesten. Wenige Kilometer vor der Mündung in die Maas mussten wir dann noch einen Grasfangrechen überwinden, was sich etwas schwieriger gestaltete, da weder eine Durchfahrt offen, noch eine Umtragestelle eingerichtet waren. Die letzten fünf Kilometer auf der Maas waren dann das Kontrastprogramm zur Niers: ein breites stehendes Gewässer mit regem Schiffsverkehr. Nun war der Wind auch nicht mehr unser Freund und wir mussten noch einmal ordentlich am Stock ziehen. Trotz des kalten, windigen und regendurchsetzten Wetters hat die Tour aber allen Teilnehmern gut gefallen.