Zur Abwechslung ging es diesmal auf etwas bewegteres Wasser, auf die Eifelrur. Wir sind die Standardstrecke von Heimbach bis Obermaubach mit einer Gesamtlänge von 20 Kilometern gepaddelt. Diese Strecke bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus unberührter Natur, spritzigen Schwällen und einer malerischen Kulisse aus bewaldeten Tälern und markanten Buntsandsteinfelsen im Nationalpark Eifel.
Gestartet sind wir an der Holzbrücke in Heimbach, hier gibt es einen komfortablen Einstieg. Schnell nimmt die Strömung Fahrt auf. Flache, kiesige Abschnitte wechseln sich mit spritzigen Passagen ab. Die Rur schlängelt sich fernab von großen Autostraßen durch eine idyllische Auenlandschaft. Begleitet wird man abschnittsweise von den Gleisen der Rurtalbahn, die ein Versetzen der Autos problemlos ermöglicht. Immer wieder ragen die imposanten, roten Buntsandsteinfelsen zwischen den Uferbäumen empor und bald erspäht man hoch oben die Burg Nideggen. Gelegentliche Baumhindernisse, enge Kurven und dicke Steine im Flussbett verlangen stetige Aufmerksamkeit und präzises Paddeln.
Etwa auf der Hälfte der Strecke haben wir in Abenden einen Zwischenstopp eingelegt, um mal durchatmen und eine Stärkung zu sich nehmen zu können. Weiter ging es an Zerkall vorbei in Richtung Ziel. Allmählich nimmt die Strömung spürbar ab und man erreicht die Ausläufer des Stausees Obermaubach. Das Staubecken bildet den ruhigen Ausklang der Tour. Die ufernahen Bereiche sind als Vogelschutzgebiete ausgewiesen und dürfen nicht befahren werden. So haben wir uns anhand der Betonnung den Weg zur Ausstiegsstelle gesucht. Glücklicherweise war es windstill, so dass diesmal nicht die allerletzten Kraftreserven mobilisiert werden mussten. Nach dem Verladen des Paddelequipments ging es traditionell ins Café Strepp am See auf ein Stück Kuchen mit einem leckeren Getränk, bevor die Heimreise angetreten wurde.












