Märkische Umfahrt im Sommer 2026

Als längere Gepäcktour hatten wir uns in diesem Jahr die Märkische Umfahrt im Südosten von Berlin vorgenommen. Start war im „Spreepark Beeskow“ in Richtung Neubrück. Schnell sind wir in die grüne Natur eingetaucht, haben Seen durchquert und sind auf der Spree bis zu unserer ersten Übernachtungsstelle gepaddelt.

Der zweite Tag sollte mit Temperaturen von über 40° C der heißeste der Tour werden. Um der größten Hitze des Tages etwas auszuweichen, haben wir den Kanurastplatz Neubrück schon vor 7:30 Uhr verlassen. Kurz nach Drahendorf erreichten wir die einzige Umtragestelle des Tages. Alle 10 beladenen Kajaks haben wir umgesetzt und weiter ging es in Richtung Oder-Spree-Kanal. Nach einer Schleusung erreichten wir Fürstenwalde, wo wir beim dortigen Ruderclub übernachten wollten. Leider konnten wir vom Verein Niemanden telefonisch erreichen, so dass die Übernachtung mit einigen besonderen Herausforderungen verbunden war 😉.

Auch am dritten Tag waren wir nach dem Frühstück und dem Lagerabbau wieder früh auf dem Wasser und nahmen die letzten knapp fünf Kilometer auf dem Oder-Spree-Kanal in Angriff, um in die Müggelspree zu wechseln. Die Müggelspree ist ein naturnaher und idyllischer Fluss, der sich in vielen Mäandern durch die märkische Landschaft windet. Mit einer erstaunlich flotten Strömung ging es vorbei an mit Pappeln, Birken und Schwarzerlen gesäumten Ufern und entlang ausgedehnter Wiesen und Viehweiden.

An den folgenden Tagen waren die allmorgendlichen Abläufe schon zur Routine geworden. Frühstücken -wer denn mag-, Zelt und den Rest des Lagers abbauen und wieder in die Boote verstauen lief jetzt ohne viel probieren und nachdenken 😃. Die Nähe zu Berlin machte sich durch die zunehmende Anzahl von Häusern am Ufer bemerkbar. Weiter ging es in den Gosener Graben, der durch die „Gosener Wiesen“, das mit 402 Hektar größte Naturschutzgebiet Berlins, verläuft und für den motorisierten Bootsverkehr gesperrt ist. Nun lagen vier Kilometer mit einer atemberaubenden Natur vor uns.

Für eine kurze Kür durch den Spreewald haben wir die Märkische Umfahrt verlassen. Wir sind immer tiefer in den Inneren Spreewald eingedrungen und auf sechs Kilometern verschlungenen Wasserwegen durch den Auwald in einer überaus grünen Natur gefolgt. Dieser Umweg hatte sich gelohnt, da sind wir uns einig! An der Doppelschleuse Leibsch sind wir wieder auf die Märkische Umfahrt zurückgekehrt.

Am vorletzten Tag war der Neuendorfer See noch mächtig aufgewühlt und es wehte ein frischer Wind. Wir waren froh, dass wir nur noch ein kurzes Stück bei diesen Bedingungen über den See paddeln mussten. Manch einer von uns hat seine Komfortzone hierfür deutlich überschreiten müssen .

Wir haben auf unserer Tour einige Seen durchquert, mehrere -auch handbetriebene- Schleusen genutzt, eine beeindruckende Landschaft kennengelernt sowie auf wenig bis sehr komfortablen Wasserwanderplätzen übernachtet.

Die achte und letzte Etappe unserer Kanutour führte uns über den Glower See und im Anschluss über den Leißnitzsee. Nach wenigen Kilometern auf der nun recht breiten Spree sahen wir schneller als uns lieb war am linken Ufer das Strandbad von Beeskow. Mit dem dortigen Ausstieg endete nach insgesamt 191 km unsere Gepäcktour. Der Vormittag war erst zur Hälfte um und so blieb uns viel Zeit, das Lager aufzubauen, Beeskow noch etwas genauer zu erkunden und einen gemeinsamen Abschlusstag zu verbringen.